Bündelt die Netze!
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Bündelt die Netze!

Bündelt die Netze!

Es gibt ja kritische Infrastruktur in unserer heutigen Zeit und Gesellschaft die wir nicht missen möchten (Internet) oder überlebenswichtig sind (Wasser). Nun ist die Sache jedoch so, dass profitorientierte Konzerne vor allem eins machen müssen und wollen: Profit. Der Erhalt, Ausbau oder Pflege/Sanierung der Infrastruktur schmälert den Profit oftmals erheblich. Daher wird die Infrastruktur in der Regel so gehalten, dass diese gerade so nicht den Geschäftsbetrieb mittelfristig gefährdet oder komplett marodieren gelassen. Siehe das Wassernetz in Paris. Oder der langsame Breitbandausbau mit Glasfasernetzen in Deutschland.

Als wichtigste Netzinfrastruktur gilt heute in Europa:

  • Wasser
  • Strom
  • Telekommunikationskabelnetze
  • Mobilfunk
  • Bahnschienen
  • Gas

Nun gibt es zum Beispiel in Deutschland für Telekommunikationsnetze oder Gleise Regularien die verhindern, dass kein Wettbewerb stattfinden kann, sondern die Netzinhaber der Konkurrenz Zugang geben muss, aber hier gibt es immer wieder Reibereien um den Preis. Plus den Sanierungsstau.

Wir brauchen eine komplette Sanierung der oben genannten Infrastruktur plus Zukunftsinvestitionen. Europa muss endlich immer Top of the Notch im Netzausbau sein. Wie kann man das nun erreichen? Am einfachsten wäre es, wenn die EU eine "EU Infrastructure SE" (EUISE) gründet und sämtliche Netze kauft. Inhaber der europäischen Aktiengesellschaft ist zu 51% die EU und zu 49% die Mitgliedsländer. Die Anteile der Mitgliedsländer teilen sich auf in der eingebrachten Netzlänge sowie der aktuelle Sanierungsstand pro Netzkilometer. Wen also Frankreich und Deutschland jeweils 1000 Netzkilometer einbringen, Frankreich aber das besser sanierte und fortschrittlichere Netz hat, bekommt es mehr Anteile.

Die neue EUISE wird also fortan als festgeschriebenes Ziel haben, alle Netze auszubauen, zu sanieren und Technologisch auf dem aktuellen Stand zu halten. Anbieter werden alle gleichberechtigt zugelassen, man würde also den Markt maximal liberalisieren und der Kunde würde von günstigen Preisen und gutem Service profitieren ohne das zu Lasten der Zukuft die Netze kaputt gewirtschaftet werden.

Durch die Mobilfunkmasten wird es erstmals möglich, Masten abzubauen und Masten in unterversorgte Regionen zu verlegen. Wenn bisher, z.B. in Deutschland, die Telekom, O2Eplus und Vodafone mit jeweils einem Mast ein Ort versorgt haben und die Masten zu je 10% ausgelastet waren, kann man nun mind. einen oder gar zwei Masten abbauen. Dadurch sinken Betriebs- und Unterhaltskosten für das komplette Netz wodurch sich günstigere Netzpreise für die Anbieter von Mobilfunkdienstleistungen ergeben.

Von den Einnahmen werden erst einmal sämtliche Sanierungen bezahlt sowie notwendige Investitionen. Von der restlichen Summe werden mind. 10% in die Aufrüstung gesteckt und der Rest wird an die Mitgliedsländer ausgeschüttet.