Corona und das Grundeinkommen
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Corona und das Grundeinkommen

Corona und das Grundeinkommen

Die aktuellen Corona-Maßnahmen zum "Lockdown light" sind in der Bevölkerung deutlich ungeliebter als zum ersten Lockdown. Das liegt vor allem daran, dass nun viel mehr Menschen wissen was auf sie zukommt. Gerade Kleinstselbständige (wie Künstler) oder Gastrobetriebe sind am Zittern. Die Staatshilfen decken zwar manche Unternehmensfixkosten ab, aber davon haben gerade Künstler quasi keine. Die haben Lebensunterhaltskosten und die werden gedeckt von den Einnahmen - und die sind nun mal nicht mehr da.

Man stelle sich jetzt mal vor, es gäbe ein Grundeinkommen. Pauschal 1200 Euro pro Person. Der Künstler wüsste, er könnte nun wenigstens (einen Teil) der Miete zahlen. Er hätte immer was auf dem Tisch zum Essen und auch das Auto muss nicht unbedingt stehen bleiben. Er hätte eine gewisse Sicherheit. Das gleiche gilt im übrigen auch für die Kellnerin aus dem Restaurant, die nun weiß, dass sie zwar durch das Kurzarbeitergeld auf 25% verzichten muss und auch keine Trinkgelder hat, aber mit dem Grundeinkommen plus 75% des Nettolohns trotzdem ordentlich über die Runden kommt - und auch ein Weihnachtsgeschenk wäre drin. Zur Not werden zwei, drei teure Versicherungen pausiert, bis das Geschäft wieder anläuft.

Wer ohne wirtschaftliche Not in einen Lockdown geschickt wird, der wird diesen Lockdown deutlich besser akzeptieren, als Menschen die quasi offenen Auges die Klippe heruntergeworfen werden. Der Lockdown light ist eine mehr als wichtige Maßnahme des Staates, bevor er drastischere und härtere Regeln erlässt, die deutlich mehr Menschen als jetzt hart treffen würden. Dafür müssen wir dann aber auch denen, die jetzt leiden müssen, deutlich mehr unter die Arme greifen. Solidargemeinschaft und so.